Mein Standpunkt zum Glas:
Ich liebe es.


Ich liebe es, Glas Gestalt werden zu lassen, Schönheit in Glas entstehen zu lassen, mit Feuer und Flamme zu spielen und das heiße Glas fließen zu sehen.

In erster Linie will ich Schönheit & Freude an und mit meinem Glas schaffen, will Freude den Menschen - und mir selbst - bereiten, will Schönheit und Kunst für den Alltag entstehen lassen, schöne Dinge, die das Leben
(noch) schöner machen.

Das Glas hat mich irgendwann gelehrt, ich kann Schönes nur immer wieder neu entstehen lassen, niemals etwas Schönes nochmals nacharbeiten, weil es sonst nur ein nachgemachtes Etwas, ein Abklatsch, ein Irgendwas wird, nur geeignet für die Scherbenkiste, aber nichts Aus-sich-heraus-schön-seiendes.

Ich will nur immer wieder das Beste tun, was ich in diesem Moment tun kann - egal wie gut ich in dem Moment drauf bin. Natürlich wird das Ergebnis in Momenten, wo ich mit mir im Einklang bin, wesentlich besser als an schlechten Tagen, und trotzdem ist es immer noch das BESTE, das mir in diesem Moment möglich war.

Ein Mensch sagte zu mir: Du arbeitest mit Liebe, und das spürt man.
Danke, Gerd.

Das stimmt, ich liebe Glas, ich gebe mich ihm hin. Diese meine Liebe steckt in jedem Stück, immer wieder. In jedem Stück steck ein Teil von mir. Und in einigen Stücken besonders, wenn ich einem Kind genau das Glas gestalten darf, das er oder sie haben will. Oder wenn ich ein Glas für einen geliebten Menschen (danke, Möwe)
oder ein besonderes Ritualgefäß forme ...

Ach ja, die Ritualgefäße - sie liegen mir besonders am Herzen, in ihnen steckt meine besondere Aufmerksamkeit, Achtsamkeit, Hinwendung - eben ein Stück Herzblut. Gerade wenn es im Schutzkreis gearbeitet wurde, steckt in ihm ein eigenes Ritual, und das merken auch andere: Im Juli 2004 habe ich ein Glas für eine Ritual-Hochzeit Gestalt werden lassen, und danach noch mal ein fast gleiches ohne Schutzkreis
(weil mir deren Idee so gut gefiel) und der künftige Besitzer griff intuitiv nach dem im Ritual geschaffenen Glas. Danke, Arno.

Die 4 Elemente der Mutter Erde berühren mich besonders, auch aus ihnen besteht Glas: aus
Erde (Sand) geschmolzen, mit Luft geformt, und mit Feuer zum Fließen gebracht. Und das fünfte Element, der Geist, der Äther, belebt die Materie, läßt das Glas Form werden.

Aus meinem Geist schaffe ich jedes Glas neu, die 4 Elemente sind in jedem Stück, und oft auch als Symbole: mit den Farben, mit Worten, mit Gedanken und manchmal als Signaturpunkt. Auch oder gerade weil ich dies nicht "an die große Glocke hänge", sind die Menschen gerade von den 4-Elemente-Gläsern besonders angetan, oft ohne zu wissen warum. Intuitiv halt. Danke, Angelika und Walter.